Stress – seine emotionalen Blockaden und stillen Entzündungen

Emotionale Blockaden & ihre stillen Entzündungen – dunkel & tief
Chronischer Stress führt oft zu emotionalen Blockaden. Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden dabei insbesondere die Lungenmeridiane blockiert, das Lungen-Qi geschwächt und die Energie im Herzmeridian beeinflusst, das für Emotionen Befinden und seelische Freude zuständig ist.
Emotionale Blockaden blockieren das Qi im Herz- und Lungenbereich und stören Verdauung sowie den Herz-Qi-Fluss. Auf Dauer entstehen stille Entzündungen, die als zentrale Risikofaktoren für schwere Erkrankungen gelten – darunter Autoimmunerkrankungen, entzündliche Schübe, Krebs, Stoffwechselstörungen, Übergewicht, Hautprobleme und Magendarmentzündungen.
Emotionale Blockade: Der Dauerbrenner der Gegenwart
Körperlicher, Seelischer Dauerstress beeinflussen das Immunsystem und setzen entzündungsfördernder Signalstoffe frei – sogenannte proinflammatorische Zytokine. Dies kann langfristig den Organismus schwächen – Stille Entzündungen – die unbemerkte Gefahr, oft verstärkt und gefördert durch emotionale Blockaden.
Stille Entzündungen: Die verborgene Gefahr
Im Gegensatz zu akuten Entzündungen, die mit Schmerzen, Rötung und Fieber einhergehen, verlaufen stille Entzündungen oft symptomarm, schleichend und bleiben daher lange unbemerkt. Die Medizin spricht hier von „silent inflammation“ oder „low grade inflammation“. Diese Prozesse werden häufig durch Faktoren wie chronischen Stress, Übergewicht, schlechte Ernährung und Bewegungsmangel ausgelöst. Besonders gefährlich: Stille Entzündungen schädigen über Jahre hinweg Blutgefäße, Organe oder das Nervensystem und erhöhen das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Stoffwechselstörungen.
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass stille Entzündungen mit der Entstehung zahlreicher chronischer Erkrankungen – wie Diabetes, Krebs und Autoimmunerkrankungen – in engem Zusammenhang stehen. Neben Fehlernährung zählen Schlafmangel und psychische Überforderung zu den treibenden Faktoren („Antiinflammatorische Ernährung“ 1, Diak Klinikum, „Stille Entzündungen – die unbemerkte Gefahr“).
Emotionale Blockade und stillen Entzündungen
Wie genau löst nun Stress eine dauerhafte Entzündungsreaktion im Körper aus? Die Antwort bieten biochemische Prozesse: Durch anhaltenden Stress steigt die Produktion von Entzündungsbotenstoffen, darunter das C-reaktive Protein (CRP), TNF-α und Interleukin-6. Diese Marker lassen sich im Blut messen und gelten als Hinweis auf einen dauerhaften Reizzustand des Immunsystems (siehe Sudowe, Medpertise, 2025). Die moderne Forschung bezeichnet diese stille Entzündung als maßgeblichen Risikofaktor für viele Zivilisationskrankheiten.
Typische Symptome und Krankheitsbilder
Stille Entzündungen kündigen sich selten mit klassischen Entzündungssymptomen an. Häufig klagen Betroffene zunächst über Müdigkeit, Schlafstörungen, Erschöpfung oder ein allgemein nachlassendes Wohlbefinden. Viele entwickeln zudem eine größere Anfälligkeit für Infekte, depressive Verstimmungen oder Stoffwechselprobleme wie Übergewicht, Bluthochdruck und Insulinresistenz.
Die Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
Die TCM betrachtete diese Zusammenhänge bereits vor Jahrtausenden: Sie versteht Gesundheit als harmonisches Gleichgewicht von Körper, Geist und Lebensenergie (Qi). Kommt es zu einer Störung des Energieflusses, etwa durch langanhaltenden Stress-Blockaden oder ungünstigen Lebensstil, entstehen innere Blockaden – auch als Leber-Qi-Stagnation bekannt. In Folge entwickelt sich Hitze, Feuchtigkeit oder gar „inneres Feuer“, das heutigen stillen Entzündungen entspricht.
Die TCM betrachtet Symptome immer im Gesamtkontext. Ein ausführliches Erstgespräch, Puls- und Zungendiagnostik sowie die Berücksichtigung von Lebensgewohnheiten sind zentrale Bestandteile der Anamnese.
